
Habt ihr schon mal bemerkt, wie Euer Auge die Struktur einer Webseite verfolgt und getestet mit welchem Bereich ihr die längste Zeit beschäftigt seid?
Zu der Wahrnehmung von Webseiten gibt es einige Studien. Deren Ergebnisse helfen z. B. Webdesignern dabei Internetpräsenzen für den Betrachter ansprechender zu gestalten. Welche Erkenntnisse das genau sind, haben wir für Euch einmal zusammengefasst.
Hauptsächlich geht es um die richtige Platzierung der wichtigsten und ausschlaggebenden Elemente. Eine Person liest nicht nur in Büchern von links nach rechts, sondern “liest” auch andere Darstellungen wie zum Beispiel Gemälde, Fotos und auch Webseiten. Aus diesem Grund bekommt der Bereich links oben als erstes die Aufmerksamkeit.
Außerdem beschäftigt sich der Betrachter zum größten Teil mit der Navigation und den Navigationselementen, da er einen Überblick über das Dargestellte bekommen möchte. Dies macht fast 80 % der gesamten Verweildauer auf einer Seite aus. Alles was erst “erscrollt” werden muss oder an Werbebanner erinnert, wie zum Beispiel aufwändige Animationen, werden vernachlässigt. Deswegen immer daran denken: Manchmal ist Weniger mehr. Eine Internetpräsenz mit zu viel Text und Bildern wirkt überladen und wird mit einem kurzen Klick geschlossen.
Zusammenfassend ist es also schon mal wichtig, die Hauptelemente, wie das Logo, im ersten Drittel zu platzieren, wenn sie nicht ignoriert werden sollen.

Um einer Webseite ein allgemein ansprechendes und ausgeglichenes Erscheinungsbild zu geben, ist der goldene Schnitt ein gutes Hilfsmittel, um eine natürliche Struktur zu erschaffen.
Mit einer Linie wird die Webseite unterteilt. Dabei müssen die Proportionen stimmen. Die Regel dafür ist: Teile die gesamte Breite durch 1,618 und rechne danach die gesamte Breite minus das Ergebnis vom Ersten. Diese Linie ist dann sozusagen die Unterteilung der Webseite und man kann dort einen Kontrast setzen. Aber wenn das zu kompliziert erscheinen sollte, geht es auch einfacher.

Mit der “Drittel-Regel” wird die Webseite mit zwei waagerechten und zwei senkrechten Linien im jeweils gleichen Abstand unterteilt. Es entstehen vier Schnittpunkte.
Diese Schnittpunkte sind die Stellen, auf die die wichtigsten Elemente der Webpräsenz gesetzt werden sollten, da die Stellen für den Betrachter am ansprechendsten sind.
Quellen
mittwald.de
Kommentar
Hey Wolfgang! Das ist eigentlich MEIN Spezialgebiet ;-) Netter Grundlagenartikel - aber wie du den goldenrn Schnitt im web realsierst, das ist eine Herausforderung. Kommt eigentlich aus dem Film... LG
Goldener Schnitt
Hi Alex! Der goldene Schnitt kommt eigentlich aus der Kunst, findet aber bei den unterschiedlichsten Gebieten wie Film, Bildkomposition, Magazin Layout und eben auch Webseiten Anwendung. Es geht hierbei wie du ja sicher weißt um die Aufteilung von Elementen und wenn man die Webseite als Rechteck betrachtet kann man sogar ganz leicht den goldenen Schnitt anwenden. Natürlich lässt sich das auch auf den Menübereich, Teaser, Banner und Fotos herunterbrechen.
Schnitt
Danke für deine Belehrung lieber Wolfgang ;-)) Ich war aber eh zwei Jahre auf der Grafischen, dort hatte ich gründlich Gelegenheit mich damit auseinanderzusetzen. Nö "ganz leicht ist es überhaupt nicht, da Webseiten in unterschiedlichen Auflösungen und Fensterausschnitten angesehen werden - daher funktioniert das im horizontalen Bereich nicht. Schönen Tag! Alec
Horizontale Breite
Sorry, war nicht als Belehrung gemeint! Und klar kennst Du dich auch aus damit aber Fakt ist nun mal dass man es schon auch im Web berücksichtigen kann. Wie steht ja auch im Artikel: Also eine Webseite hat normalerweise immer eine fixe Breite - am Besten von 960px da sie dann auch auf kleinen Monitoren am ganzen Monitor erscheint. Wenn man nun die 960 nach der goldenen Schnitt Regel durch 1,618 teilt und danach die gesamte Breite minus das Ergebnis vom Ersten rechnet bekommt man für die Breite ein Verhältnis wie man die Webseite am Besten aufteilt - und das ganz egal welche Auflösung man hat. Richtig ist aber dass es vertikal bei Seiten, die je nach Inhalt höher oder weniger hoch werden, teilweise noch mit Scrollbalken nicht geht. Auch wenn der User das Fenster verkleinert und nur einen Ausschnitt der Webseite betrachtet hat er nix davon - ebenso teilweise auf Handys. Aber ich denke schon dass es Sinn macht zumindest zu versuchen sich optisch daran zu halten - passiert ja auch teilweise ganz automatisch...